Pressespiegel:

  • 15. November 2011
Kölnische Rundschau, Dienstag, 15. November, Seite 32

"Ein Pionier in der Region"

Das Biotech-Unternehmen Miltenyi Biotec wurde als "Ort des Fortschritts" ausgezeichnet

v.l. Prof. Heinlein, Gerhard Zorn, Helene Hammelrath, Ministerin Svenja Schulze (Foto: Daub)
Von BERND F. HOFFMANN

BERGISCH GLADBACH. Jetzt ist Bergisch Gladbach auch ein "Ort des Fortschritts". So lautet die Auszeichnung, mit der das nordrhein-westfälische Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung das Unternehmen Miltenyi Biotec mit Sitz in Bensberg bedacht hat.

Das Biotechnologieunternehmen gilt nach eigener Aussage als führender Anbieter von Produkten zur magnetischen Zellsortierung und -analyse. Die von dem Physiker Stefan Miltenyi im Jahre 1989 gegründete Firma beschäftigt laut eigener Aussage 900 Mitarbeiter an zwei Standorten in Deutschland. Mit den bislang rund 1500 Produkten auf dem Weltmarkt erzielte das Unternehmen im Jahr 2010 einen Umsatz von 117 Millionen Euro.

"Sie sind ein Pionier in der Region", lobte die NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze bei der Tafel- und Urkundenverleihung im Firmensitz an der Friedrich-Ebert-Straße. Das Wissenschaftsministerium zeichnet laut eigener Definition solche "Orte des Fortschritts" in Nordrhein-Westfalen aus, an "denen sich qualitativer Fortschritt made in NRW ablesen lässt". Die individualisierte Medizin werde die Gesundheitsversorgung in Deutschland zukünftig prägen, begründete das Ministerium seine Entscheidung und lobte Miltenyi Biotec für seine "innovativen Lösungsansätze". "Mit dieser Auszeichnung wollen wir die betreffenden Unternehmen auch über die Region hinaus bekannter machen", erklärte die Ministerin.

"Diese Auszeichnung ist für unsere Mannschaft sehr motivierend", freute sich Geschäftsführer und Firmengründer Stefan Miltenyi verständlicherweise. Zurzeit wartet die Firma darauf, dass ein neues Stammzellenseparationssystem in den USA zugelassen wird. "Dann wäre es das erste deutsche weltweit erhältliche System" erklärte Miltenyi.

Gleichzeitig nutzte der Firmenchef den Besuch der Ministerin dazu, um die seiner Ansicht nach zu vielen bürokratischen Hürden im Land zu kritisieren."In Kalifornien haben wir in 20 Jahren eine Betriebsprüfung gehabt, hier jedes Jahr", klagte Miltenyi. "Ich denke, dass wir in NRW ein exzellentes Forschungsfeld haben", erwiderte Schulze, die aber zugleich versicherte, dass sie sich in NRW durchaus noch mehr Biotechnologie-Unternehmen wünsche.