Pressespiegel:
Landesfürsten zum Endspurt in Gladbach
Die Ministerpräsidenten Kurt Beck und Roland Koch unterstützen ihre Parteifreunde
von CLAUS BOELEN-THEILE
BERGISCH GLADBACH. Fast schien es, als wäre Kurt Beck als Heilsbringer nach Gladbach gekommen. Der SPD-Ministerpräsident aus Rheinland-Pfalz hat alles das in seinem Bundesland verwirklicht, wofür die Genossen an Rhein und Ruhr kämpfen: ein Studium ohne Gebühren, beitragsfreie Kindergärten, ein Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz ab dem zweiten Lebensjahr.
"Machen Sie mal die Augen zu für 15 Sekunden und stellen sich vor, was am nächsten Montag sein könnte", animierte Rhein-Bergs SPD-Vorsitzender Gerhard Zorn seine Parteifreunde zum Träumen - der nächste Montag ist der Tag nach der Landtagswahl.
Im Applaus gebadet
Kurt Beck selbst badete im Applaus. Applaus, als er vorm Rathaus aus seiner Dienstlimousine ausstieg. Applaus beim Foto mit den Landtagskandidaten Helene Hammelrath und Oliver Deiters und beim Händeschütteln mit dem Wahlkampfteam. Applaus auf der Rathaustreppe. Und Applaus von den 200 Zuhörern, die sitzend und stehend im Ratssaal auf Beck warteten.
In seiner Rede schlug der Ministerpräsident den großen Bogen: Griechenland, demographische Entwicklung, Förderung der Grundschüler. Alles mündete in seinen Kernsatz: "Bildung ist das Entscheidende." Daran dürfe auf keinen Fall gespart werden. ",Eigentlich können wir uns dies alles nicht leisten', hat mir mein Finanzminister damals gesagt. Aber können wir es uns leisten, darauf zu verzichten?", fragte er rhetorisch in den Saal. "Ich freue mich auf ein NRW in der Tradition von Heinz Kühn und Johannes Rau." Sprachs und verabschiedete sich zum nächsten Termin: Wahlkampf in Leverkusen mit Hannelore Kraft.



