Pressespiegel:

  • 24. März 2010
Solinger Tageblatt - Mittwoch, 24. März 2010

Rede und Antwort mit der Stoppuhr

AULA AM HAMMER Gymnasiasten waren gut vorbereitet und löcherten Politiker mit Fragen - als Vorbereitung auf die Landtagswahl.

Zeitwächter sorgten dafür, dass sich die Landespolitiker (v. r.) Jürgen Hollstein (CDU), Dr. Ruth Seidl (Grüne), Hermann Küsgen (FDP) und Helene Hammelrath (SPD) an die Vorgaben hielten. Foto: Uli Preuss

Leichlingen. Mit großer Mehrheit entschieden SPD und Grüne die Wahl für sich. Wenigstens in der Aula Am Hammer, als Gymnasiasten per Handzeichen ihre Stimme abgaben. Zuvor hatten sich die Landespolitiker Helene Hammelrath (SPD), Jürgen Hollstein (CDU), Dr. Ruth Seidl (Grüne) und Hermann Küsgen (FDP) 80 Minuten Fragen gestellt, die in Sozialwissenschaftskursen umfassend vorbereitet worden waren.

Die Veranstaltung richtete sich vor allem an Schüler der Jahrgangsstufen 12 und 13, sprich die Gruppe, die am 9. Mai das erste Mal zur Wahlurne gehen darf, um mit über die künftige Landespolitik zu entscheiden.

Natürlich konnten nicht alle 260 Fragen angebracht werden, zumal noch während der Veranstaltung Meldungen per Karteikarte entgegengenommen wurden. Dabei drehte sich vieles um Studium und Ausbildung, um den Bologna-Prozess und Chancen im Berufsleben. Am Ende fiel einigen Schülern die politische Entscheidung sicher ein wenig leichter. „Das hat eine gute Übersicht gegeben - wir wurden nicht mit Informationen geflutet“, meinten Kara Wernecke (18), Tobias Schemken (19) und Rebecca Siwek (19).

Gute Noten verteilten auch die Politiker: Wenn gesprochen wurde, war es mucksmäuschenstill in der Aula, keiner fiel dem anderen ins Wort, die Debatten verliefen fair. Als kleine Aufmerksamkeit hatten sich die Organisatoren um Schokoriegel gekümmert, die an den Rednerplätzen lagen.

„Wir haben aus ähnlichen Veranstaltungen gelernt“, freut sich Politik-Lehrer Jürgen Otte, der gemeinsam mit einer Kollegin für die Moderation sorgte -immer unter den kritischen Augen der Zeitwächter, die darüber wachten, dass nichts aus dem Ruder lief. KS