Pressemitteilung:

  • 12. Mai 2006

Mittelkürzungen des Landes gefährden die biologischen Stationen Rhein-Berg und Oberberg

'Biologische Station Oberberg' in Nümbrecht und 'NABU Naturschutzstation Rhein-Berg' betroffen
Rhein-Berg / Oberberg / Düsseldorf (...) "Die schwarz-gelbe Koalition will in der kommenden Woche bei der Verabschiedung des Landeshaushalts die Zuschüsse für die biologischen Stationen Rhein-Berg und Oberberg um über 20 Prozent zusammenstreichen. Damit ist die erfolgreiche Arbeit in dem bisherigen Umfang nicht mehr aufrechtzuerhalten und eine Schließung nicht mehr auszuschließen", erklärt die SPD-Landtagsabgeordnete Helene Hammelrath.

Von dieser Kürzung sei vor allem auch die ehrenamtliche Arbeit vieler Bürgerinnen und Bürger zum Schutz der heimischen Natur und Landschaft betroffen. Hammelrath: "CDU und FDP gefährden ein umfangreiches Spektrum, das von der Betreuung der Naturschutzgebiete bis zur Beratung von Landwirten reicht. Wer so handelt, stellt den Umweltschutz vor Ort in Frage und missachtet das ehrenamtliche Engagement."

Die 'Biologische Station Oberberg' in Nümbrecht und die 'NABU Naturschutzstation Rhein-Berg' in Leverkusen sind zwei von 44 geförderten Einrichtungen in Nordrhein-Westfalen. Die Stationen wurden Mitte der neunziger Jahre von der damaligen SPD-Landesregierung eingerichtet und erhielten im Jahr 2005 noch eine Förderung von insgesamt 7,6 Millionen Euro.

"Fatal ist, dass mittelfristig überhaupt nichts eingespart wird. Die Kürzungen bei den Biologischen Stationen werden letztlich zu Mehrkosten im Umweltbereich führen", kritisiert die SPD-Politikerin die schwarz-gelbe Kurzsichtigkeit.