Pressemitteilung:

  • 25. August 2007

Schwarz-gelbe Landesregierung will gute Schulen nur für wenige

SPD: Gemeinschaftsschule und Ganztagsunterricht statt Samstagsunterricht
RheinBerg /Düsseldorf (…) "Aussortieren und Abschulen, Samstagsunterricht statt Ganztagsunterricht - das sind die Stichworte, mit denen die schwarz-gelbe Landesregierung in Nordrhein-Westfalen Schulpolitik gestaltet", kritisiert die Bergisch Gladbacher Landtagsabgeordnete Helene Hammelrath (SPD).

"Die derzeitige Entwicklung in der nordrhein-westfälischen Schullandschaft macht mir große Sorgen. Ich kann verstehen, dass viele Eltern und Lehrer Angst vor dem Ende der Grundschulzeit haben, wenn für ihre erst neunjährigen Kinder bereits die Entscheidung für die weitere spätere Schullaufbahn fällt. Deshalb wollen wir für alle Kinder längere gemeinsame Lernzeiten in einer Gemeinschaftsschule, die alle Bildungsgänge und -abschlüsse - vom Hauptschulabschluss bis zum Abitur - umfasst. Dabei geht es uns um pragmatische, orts- und stadtteilgenaue Lösungen," so die SPD-Politikerin. Die innere Organisation der Gemeinschaftsschule sei dann eine gemeinsame Entscheidung der Schulen, Schulträger und Eltern.

Als Unsinn bezeichnet Hammelrath den Vorwurf der CDU, mit der Gemeinschaftsschule würden riesige Schulfabriken entstehen. „Wenn in der Gemeinschaftsschule Haupt-, Real- und Gymnasialklassen eingerichtet werden, erhöht das nicht die Zahl der Schüler, sondern nur die Zahl der Möglichkeiten, Kinder besser zu betreuen. Die Gemeinschaftsschule ist die Antwort auf die sinkenden Schülerzahlen. Das haben die kleinen CDU-geführten Gemeinden in Horstmar und Schöppingen ja gerade erkannt. Deshalb wollen sie die Gemeinschaftsschule einführen. Dort gibt es gar nicht mehr genug Schüler, um in den alten Schulstrukturen zu verharren. Auf die steigende Nachfrage nach Ganztagsangeboten an allen Schulformen und der Grundschulen haben CDU und FDP allerdings nur eine Antwort: Samstagsunterricht statt Ganztagsunterricht. Die Landesregierung beschwört das gegliederte Schulsystem, obwohl viele Schulen, besonders viele Hauptschulen, trotz großer Anstrengungen um ihr Überleben kämpfen. Den Städten und Gemeinden, die trotz rückläufiger Schülerzahlen eine wohnortnahe Schule erhalten wollen, legt Schwarz-Gelb Steine in den Weg," erklärt die SPD-Politikerin.