Pressespiegel:
Zuversicht für den 9. Mai
Helene Hammelrath tritt für die SPD im Landtagswahlkampf an
von CLAUS BOELEN-THEILE
BERGISCH GLADBACH. Ein bisschen war die Wahlkreiskonferenz am Dienstagabend auch eine Reha-Maßnahme für die bergischen Genossen. Nach den jüngsten Wahlniederlagen im Bund und in den Kommunen schaut der Unterbezirk auf die Landtagswahl am 9. Mai 2010 und hofft auf einen Ausweg aus der momentanen Selbstfindungsphase.
Für den Wahlkreis 21 mit den Städten Bergisch Gladbach und Rösrath soll es "Helene" richten: Mit großer Mehrheit wählten die Delegierten die 59-jährige, Mitglied des Landtags und Geschäftsführerin der Bürgschaftsbank für Sozialwirtschaft, zur Direktkandidatin. 31 der 35 Delegierten gaben ihr Ja für die Bergisch Gladbacherin ab (zwei Enthaltungen, zweimal Nein), was einer Zustimmung von 89 Prozent entspricht.
"Muss ich mich vorstellen?", fragte die Politikerin in die Runde. Musste sie natürlich nicht. Hammelrath, seit 30 Jahren Mitglied des Gladbacher Stadtrates und vor fünf Jahren über die Landesliste in den Düsseldorfer Landtag eingezogen, gilt bei den Genossen als eine Marke, mit der beim Wähler gepunktet werden kann. Im Schnelldurchgang gab es von der Kandidatin einige Wahlkampfziele: das kostenlose erste Kita-Jahr als Einstieg zur Beitragsfreiheit, flächendeckende Einführung von "Gemeinschaftsschulen" als Ersatz für die Hauptschule, die Abschaffung der Studiengebühren, das Engagement für ein soziales gesellschaftliches Miteinander. Denn, warnte Hammelrath die Genossen: Spätestens nach der Landtagswahl werde die schwarz-gelbe Bundesregierung "die Katze aus dem Sack lassen und mit der Umsetzung ihrer Liste der sozialen Grausamkeiten beginnen." In NRW brauche man deshalb ein starkes Gegenwicht zum Bund, und dies sei nur mit einer starken SPD zu schaffen. Hammelraths klare Ansage an den Inhaber des Direktmandats im Wahlkreis, Holger Müller von der CDU: "Mein Ziel ist der direkte Einzug in den Landtag." Dafür es gab es kräftigen Applaus von den Delegierten.

