Meldung:

  • 08. August 2008

Delegation der SPD-Landtagsfraktion besucht Firma Miltenyi in Bergisch Gladbach-Moitzfeld

"Unternehmen brauchen den Behördenlotsen"

(v.l.): Marc Jan Eumann MdL, Stefan Miltenyi, Dr. Boris Stoffel, Gabriele Sikora MdL, André Stinka MdL, Svenja Schulze MdL, Dr. Anna Boos MdL, Helene Hammelrath MdL, Karl Schultheis MdL
Bergisch Gladbach (...) Gemeinsam mit sechs Kolleginnen und Kollegen aus ihrer SPD-Landtagsfraktion besuchte die Bergisch Gladbacher Landtagsabgeordnete Helene Hammelrath die Miltenyi Biotec GmbH. Die Parlamentarier-
innen und Parlamentarier zeigten sich schon von außen beeindruckt: "Dass bei den Baumaßnahmen sehr viel Wert auf die Grünerhaltung gelegt wurde, ist aus ökologischer Sicht vorbildlich. Aber auch das Arbeitsklima wird dadurch sicherlich positiv beeinflusst", so Helene Hammelrath.

Stefan Miltenyi gründete das Unternehmen 1989, welches mittlerweile Weltmarktführer auf dem Gebiet der Zell-
trennung ist und 2008 einen Jahresumsatz von 100 Mio EUR erwartet. Im Gespräch mit den Politikerinnen und Politikern ging es auch um die Präsentation des Unter-
nehmens, vor allem aber um den Austausch über Forderungen und Anregungen an die Politik. Eine große Belastung stelle der oft mühselige Kontakt mit Behörden dar. Zu viele Ansprechpartner, zu viele unterschiedliche Formulare und zu viel Zeit, die hochqualifizierte Mitarbeiter für die Bearbeitung opfern müssen. Helene Hammelrath verwies auf das Konzept des "Behördenlotsen", welches von der SPD-Ratsfraktion bereits vor Jahren im Stadtrat eingebracht wurde, aber damals mit den Stimmen der CDU abgelehnt wurde "Ein Ansprechpartner für die Unternehmen, der die richtigen Kontakte und Wege kennt - das hilft nicht nur den Firmen, sondern auch der Verwaltung effizienter zu arbeiten. Wir werden die Initiative neu anstoßen."

Die Geschäftsleitung von Miltenyi beklagte, dass es sehr schwierig sei, geeignete Fachkräfte für die hochspezialisierten Arbeiten in Deutschland zu finden. Der wissenschafts- und forschungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Karl Schultheis aus Aachen stimmte zu, dass eine regere Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und erfolgreichen Unternehmen hilfreich sei.

Begeistert waren die Politikerinnen und Politiker am Ende ihres Rundgangs über die betriebseigene Kindertagesstätte. "Ich finde es vorbildlich, wie die Firma Miltenyi die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ernst nimmt und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen 'freien Kopf' für Höchstleistungen ermöglicht. Wer nicht weiß, wie sein Kind betreut wird, kann sich schließlich nicht konzentrieren" lobte Helene Hammelrath die Einrichtung. Dass die Betreuung auf Deutsch und Englisch stattfindet, zeugt vom pädagogischen Anspruch des Unternehmens. Problematisch gestaltet sich aber noch die Finanzierung. Die umliegenden Kommunen wollen sich derzeit nicht an der Finanzierung beteiligen. Mitarbeiter, die ihre Kinder in die Miltenyi-Kita bringen, entlasten die Betreuungsangebote ihrer Wohnorte. Helene Hammelrath sicherte zu, sich für einen öffentlich-rechtlichen Vertrag zur Finanzierungsbeteiligung zwischen den Kommunen einzusetzen.