Pressemitteilung:
Frauen-Power aus RheinBerg
"Melden Sie sich als Bürgerinnen zu Wort!"
Bergisch Gladbach / Düsseldorf (...) 50 Frauen aus verschiedenen Städten des Rheinisch Bergischen Kreises empfing die SPD-Landtagsabgeordnete Helene Hammelrath im Düsseldorfer Landtag. Die Gleichstellungsbeauftragten der Städte Bergisch Gladbach, Rösrath sowie des Kreises hatten den Besuch koordiniert. Die Frauen konnten auf Einladung von Helene Hammelrath einmal den Parlamentsbetrieb in Düsseldorf in Augenschein nehmen.Während einer Führung durch das Landtagsgebäude wurde den Bürgerinnen aus RheinBerg die Historie und die politische Arbeit des Landtags näher gebracht und sie besuchten eine Expertenanhörung des Wissenschafts- und des Frauenausschusses zum Thema "Fachkräftemangel in NRW".
"Um den bereits heute deutlich zu erkennenden Fachkräftemangel zu beseitigen, ist vor allem auch die Frauenpolitik gefordert", so Hammelrath in der anschließenden Diskussion. In einem persönlichen Gespräch diskutierten die Frauen mit ihrer Wahlkreisabgeordneten sowohl über die Anhörung als auch über andere aktuelle politische Themen.
"Obwohl Akademikerinnen auf dem Arbeitsmarkt sehr gefragt sind, sinkt derzeit die Studienanfängerinnenquote" berichtete Hammelrath. Studiengebühren, wie sie von der schwarz-gelben Landesregierung eingeführt wurden, "verschärfen dieses Problem, statt es zu lösen."
"Gut ausgebildeten Frauen muss darüber hinaus der Weg von der Familienphase zurück in den Beruf erleichtert werden", war die Gruppe sich einig. "Als alleinerziehende Mutter meine Kinder bis zum Abitur zu bringen war nicht leicht. Die Studiengebühren bedeuten für mich und meine Kinder zusätzliche Hürden. Diese Politik macht mich wütend", berichtete eine der Teilnehmerinnen aus eigener Erfahrung.
"Melden sie sich als Bürgerinnen zu Wort!", appellierte Hammelrath. "Schreiben sie Ihre Ideen an die zuständigen Wahlkreispolitiker auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene und teilen sie ihnen mit, was sie stört. Und gehen sie – wenn notwendig - auf die Straße und demonstrieren sie für ihre Überzeugungen", so die Sozialdemokratin.
Neben der Bildungspolitik erhitzte vor allem die Finanzkrise die Gemüter. Die Einschätzung von Helene Hammelrath war hier als Bankdirektorin besonders gefragt. "Die Finanzkrise zeigt uns, dass ein zügelloser Kapitalismus den Menschen und auch der Wirtschaft schadet. Der Staat muss nun helfen und dafür auch Bedingungen stellen. Ich unterstütze die Linie des Bundesfinanzministers hier voll und ganz."
Aus ihrer beruflichen Erfahrung als Bankerin konnte Helene Hammelrath berichten, dass Frauen im Allgemeinen vernünftiger und nachhaltiger mit Geld umgingen. Nicht umsonst würden die Frauen in sehr vielen Haushalten die Finanzen verwalten. Das Kopfnicken in der Runde ließ darauf schließen, dass auch in RheinBerg die Frauen in Punkto Finanzen das Sagen haben.

