Meldung:
Bensberg kämpft für seine Post
Über 10.000 Unterschriften für den Erhalt des Postservices gesammelt
Bergisch Gladbach / Düsseldorf (…) "Ich habe gemeinsam mit der Bergisch Gladbacher SPD und den Bürgerinnen und Bürgern für Bergisch Gladbach und Bensberg die Unterschriften gegen die Einschränkung des Postservices in unseren Stadtteilen beim Landtagspräsidium in Düsseldorf abgegeben. Ich freue mich, dass der Vizepräsident des nordrhein-westfälischen Landtag, Edgar Moron, meiner Bitte nachgekommen ist, die Unterschriften entgegen zu nehmen und sich politisch für unser Anliegen einsetzten wird", so die Bergisch Gladbacher Landtagsabgeordnete Helene Hammelrath (SPD).Über 10.000 Unterschriften für den Erhalt des bisherigen Postangebots in Bergisch Gladbach und in Bensberg-Zentrum haben die örtliche SPD und die Bürgerinnen und Bürger für Bergisch Gladbach und Bensberg (BfBB) gesammelt. Fast ein Drittel der Bürger der betreffenden Stadtteile hat sich damit an der Unterschriftenaktion beteiligt.
Die Fortführung der Postfiliale in Kooperation mit einem Einzelhändler, eine sogenannte partnerbetriebene Filiale, hält Helene Hammelrath nicht für praktikabel: "Wenn ich mir einen großen Ortsteil wie Bensberg vorstelle und die Leute, die dort die Dienst-
leistungen der Post in Anspruch genommen haben, dann frage ich mich, wie das in einem kleinen Geschäft von statten gehen soll. Die Schlangen vor den Schaltern zeigen doch, wie hoch der Bedarf und wie groß die Nutzung durch die Einwohner und das Gewerbe von Bensberg ist. Das kann doch die von der Post favorisierte Lösung – eine Postagentur mit einem Schalter in einem Tabak- oder Schreibwarenladen – nicht ersetzen", so Hammelrath. Die alte Hauptpost in Bensberg habe für die Bürgerinnen und Bürger Tradition. "Es kann doch nicht sein, dass die Vorstände nur an ihr Eigeninteresse denken – sprich an vermeintliche Kapitalmaximierung und Profit-
steigerung – während die Interessen der Bürger auf der Strecke bleiben", kritisiert die SPD-Politikerin.
"Es ist schon eine große Hilfe, wenn sich Abgeordnete für die Probleme interessieren, die in diesem Land vorhanden sind.", so Wilfried Kamp von der BfBB-Initiative.

