Meldung:

  • 01. Mai 2009

Mindestlöhne müssen kommen

Maikundgebung auf dem Konrad-Adenauer-Platz

v.l.n.r.: Sarah Röser, Helene Hammelrath, Gerhard Zorn, Hinrich Schipper
Bergisch Gladbach (…) "Arbeit für alle bei fairem Lohn", unter diesem Motto stand der diesjährige Tag der Arbeit von Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) und örtlichen Gewerkschaften. Über 250 Bürgerinnen und Bürger aus Bergisch Gladbach bekundeten ihre Solidarität und Unterstützung für die Gewerkschaftsforderungen auf dem Konrad-Adenauer-Platz in Bergisch Gladbach, darunter die örtliche Landtagsabgeordnete Helene Hammelrath (SPD).

Mit drastischen Worten umriss der Hauptredner der diesjährigen Maikundgebung Wolfgang Uellenberg-van Dawen, ehemaliger DGB-Regionsvorsitzende und Mitglied der "Verdi"-Bundesverwaltung die aktuelle Situation. Er forderte die Politik auf, die Kapitalmärkte zu regulieren, denn die „Riesenzockerei der Spekulanten“ sei Schuld an der Wirtschaftskrise.

Helene Hammelrath machte deutlich, dass SPD und Gewerkschaften für die gleichen Ziele kämpften. Auch die SPD wolle das "Finanzmarkt-Casino" beenden. Das Credo des Marktliberalismus: „Der Markt regelt sich am besten selbst“, sei ein Irrglaube.

"Wir müssen für die richtigen Regeln sorgen, damit Marktwirtschaft und Wettbewerb den Menschen dienen und nicht umgekehrt. Das ist unsere sozialdemokratische Antwort auf Marktradikalität und Staatsgläubigkeit. Für uns steht der Mensch im Mittelpunkt und nicht der Markt", so die SPD-Politikerin. Daher streite sie gemeinsam mit den Gewerkschaften für die Einführung von Mindestlöhnen, Bekämpfung von Missbrauch bei der Leih- und Zeitarbeit und gleicher Lohn für gleiche Arbeit auch für Frauen.