Meldung:

  • 30. Juni 2009

Abgeordneter für drei Tage: Kastriot Krasniqi (16) aus Bergisch Gladbach

Schüler und Studenten machen Politik beim Zweiten Jugend-Landtag Nordrhein-Westfalen

Helene Hammelrath mit Kastriot Krasniqi

Düsseldorf (…) Mit einer ganz besonderen Plenarsitzung verabschiedete sich der nordrhein-westfälische Landtag in die diesjährige parlamentarische Sommerpause. Die 187 Landtagsabgeordneten hatten ihre Parlamentssessel für 187 Jugendliche geräumt. Einer der Jung-Parlamentarier: Kastriot Krasniqi (16) aus Bergisch Gladbach. Helene Hammelrath, zuständige SPD-Landtagsabgeordnete für Bergisch Gladbach und Rösrath, hatte ihn zum Zweiten Jugend-Landtag Nordrhein-Westfalen eingeladen.

"Kastriot hat das wirklich super gemacht. Er hat mich gebührend vertreten", berichtet Helene Hammelrath. "Ich finde es toll, dass die Jugendlichen so großes Interesse an Politik zeigen. Vielleicht ist der eine oder die andere ja auch irgendwann mal hier im Landtag als Abgeordnete(r) aktiv", so die SPD-Politikerin.

Drei Tage erlebten die Jugendlichen im Düsseldorfer Parlament, wie Demokratie und Parla-mentarismus in der Praxis funktionieren. Entsprechend den üblichen parlamentarischen Ab-läufen schlossen sich die jungen Abgeordneten in Fraktionen zusammen, wählten ihre Vor-sitzenden, diskutierten in Fraktions-, Arbeitskreis- und Ausschusssitzungen und hörten Experten zu den Beratungsgegenständen, eine Initiative zur Leistungsüberprüfung von Schulen und Lehrkräften sowie eine Initiative gegen Gewalt, Cyber-Mobbing und Killerspiele, an. Ihren großen Auftritt hatten die Jugendlichen dann bei der abschließenden Plenarsitzung. Dort fassten die Jung-Parlamentarier zwei Beschlüsse, mit denen sich die Landtagsabgeordneten nach der Sommerpause befassen wollen: Lehrer sollen künftig schulintern Zeugnisse be-kommen und landesweit soll eine Initiative gegen Gewalt auf den Weg gebracht werden.

"Es war ein schönes Erlebnis, andere politisch interessierte Jugendliche zu treffen und einen Einblick in die Abläufe des Landtags zu bekommen. Allerdings war etwas zu wenig Zeit, um die Themen angemessen diskutieren zu können. Der Jugend-Landtag könnte gerne eine Woche gehen", so das abschließende Fazit Kastriot Krasniqis.