Meldung:
"Engel der Kulturen" hinterlässt Spuren im Rheinisch-Bergischen Land
Zeichen für religiöse und kulturelle Toleranz
Rheinisch-Bergischer Kreis (…) Eine Silhouette aus Sand hinterließ der "Engel der Kulturen" bei seiner Station auf dem Dorfplatz in Schildgen. "Für unsere Bürgerinnen und Bürger im Rheinisch-Bergischen Kreis mit ihren vielfältigen Religionen, Kulturen und ethnischen Herkünften ist dieses Kunstwerk ein wichtiges Zeichen der Toleranz", so Helene Hammelrath, örtliche SPD-Landtagsabgeordnete, die mithalf, das Kunstobjekt aus dem Sandbett zu heben.Der "Engel der Kulturen" eines Burscheider Künstlerpaares ist Symbol des religiösen Friedens und versöhnlichen Miteinanders. Ein 1,50 Meter großes Rad, in dessen Innenradius Halbmond, Stern und Kreuz eingelassen sind – die Zeichen der drei abrahamitischen Religionen. Die verbleibende Freifläche ergibt den Umriss eines Engels. Der Engel rollt zu Fuß zur Kulturhauptstadt 2010 nach Essen und hinterlässt dabei an seinen Wegstationen sein Abbild in Sand. An Kirchen, Synagogen und Moscheen, aber auch Schulen, macht das Rad Halt, und bringt so Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kultur und Glaubens zusammen.
Helene Hammelrath findet, dass die Kunstaktion zur rechten Zeit am richtigen Ort durchgeführt wird: "Die Route führt gerade dort entlang, wo rechte Gruppierungen in die kommunalen Parlamente drängen. Wir müssen ja derzeit beispielsweise erleben, wie 'Pro NRW' versucht, Ressentiments gegen Menschen mit ausländischer Herkunft oder 'fremden' Glaubens zu schüren. Mit dem 'Engel der Kulturen', als Sinnbild für das friedliche Miteinander der unterschiedlichen Kulturen, Ethnien und Religionen, setzen wir hingegen ein deutliches Zeichen gegen politisch motivierte Ausgrenzung, Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit."

