Pressemitteilung:

  • 21. Oktober 2005

Helene Hammelrath stellt sich gegen die bisherigen Pläne von NRW-Wirtschaftsministerin

"Thoben muss die Wirtschaftsförderungen vor Ort unterstützen, nicht boykottieren"
Düsseldorf (...) "Die bisherigen Pläne von NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben (CDU) für eine Neustrukturierung der Wirtschaftsförderung NRW weisen keinen Weg in die Zukunft", stellt die stellvertretende wirtschaftspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion NRW, Helene Hammelrath, fest.

Der Vorschlag der CDU-Wirtschaftsministerin, die Wirtschaftsförderung in so genannten "Gründungsagenturen" bei den Kammern von Industrie, Handel und Handwerk zu bündeln, verkenne die Leistungsfähigkeit der Wirtschaftsgesellschaften vor Ort, wie der Rheinisch Bergischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH, der Oberbergischen Aufbau GmbH oder der Entwicklungsgesellschaft Gummersbach mbH.

Hammelrath: "Sowohl im Rheinisch-Bergischen Kreis, als auch im Oberbergischen Kreis wurde eine kompetente und gute Serviceberatung im Bereich der Existenzgründungsberatung aufgebaut. Es ist ein schwerer Fehler, dieses Wissen links liegen zu lassen. Mit einer Kleinen Anfrage an die Landesregierung werde ich das Know How und die Leistungsfähigkeit unserer Wirtschaftsfördergesellschaften verdeutlichen."

Die Planungen der CDU-Wirtschaftsministerin, die Gründungsagenturen bei den Kammern anzusiedeln, hätten einen gravierenden Nachteil, so Hammelrath. "Die Kammern können ihr Angebot nicht in die Fläche tragen. Sie sind zu zentral organisiert. Außerdem werden die Arbeitslosengeld-II-Empfänger bei ihren Gründungsbemühungen vor allem bei den bestehenden örtlichen Wirtschaftsfördergesellschaften betreut. Mit dem Konzept von NRW-Wirtschaftsministerin Thoben würde die Betreuung dieser Gruppe ins Abseits rücken."

"Wir brauchen keine neuen Strukturen, sondern neue Ideen und regionale Wettbewerbe um unsere Wirtschaft zu stärken", bekräftigt Hammelrath. Christa Thobens Tun zeige, dass sie das Land nicht kenne.