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  • 07. September 2005

Hans-Jochen Vogel zu Besuch in der Kölner Region

Diskusssion über die Zukunft der Ausbildung
Rhein-Erft (...) Gemeinsam mit dem ehemaligen Vorsitzenden der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, Hans-Jochen Vogel - der aus München angereist war - besuchten die beiden SPD-Politiker aus dem Rheinisch-Bergischen Kreis, Helene Hammelrath MdL und Bundestagskandidat Lasse Pütz, die Rhein-Erft-Akademie Hürth im Nachbarkreis Rhein-Erft. Dabei ließen sie sich das Ausbildungszentrum zeigen und führten ein einstündiges Gespräch mit 25 Berufsstartern, die in der Akademie eine Einstiegsqualifizierung für Chemieberufe absolvieren. Thema des Gesprächs: "Generationsübergreifend Zukunft gestalten – politische und wirtschaftliche Leitlinien für Deutschland".

Die Rhein-Erft-Akademie bildet insgesamt 300 Jugendliche in 14 Berufen aus. Im Gespräches mit den Auszubildenden betonte Vogel: "Gerade weil die berufliche Bildung die Schlüsselqualifikation des 21.Jahrhunderts ist, ist eine Arbeit, wie sie etwa in der Rhein-Erft-Akademie geleistet wird, von so großer Bedeutung."

Im Gespräch mit den SPD-Politikern stellten die Azubis Themen wie Ausbildungsvergütung, die Zukunft der Rente und den Lehrstellenmangel zur Diskussion. Sowohl der 79-jährige Vogel als auch der 23-jährige und damit jüngste Bundestagskandidat in NRW, Pütz, waren sich einig, dass Auszubildende möglichst gerecht zu entlohnen seien und eine Festsetzung der Ausbildungsvergütung auf geringere Beträge nicht anzustreben sei.

Vogel, Hammelrath, Pütz und die ebenso mitdiskutierenden SPD-Bundes- und Landtagsabgeordneten Gabi Frechen und Edgar Moron wiesen bezüglich der Rentensicherung auf die Erfolge der Bundesregierung hin. "Wir haben mit der Einführung der Riester-Rente den Menschen eine Perspektive für ihre Altersvorsorge ermöglicht. Die steigende Anzahl der Rentenverträge nach dem Riester-Modell gibt uns nachdrücklich recht", so die Sozialdemokraten.

Bezüglich des in der Öffentlichkeit immer wieder diskutierten Lehrstellenmangels verwiesen die Sozialdemokraten auf die von der SPD-geführten Regierung geschaffenen Verpflichtung des Staates, dass jedem Jugendlichen ein Angebot auf eine Ausbildungsstelle zu machen sei. Akademieleitung und SPD-Politiker versicherten zum Abschluss des Gespräches, die berufliche Ausbildung und Weiterbildung noch stärker fördern zu wollen.