Pressemitteilung:

  • 29. Juni 2005

Abschaffung der Schuleinzugsbezirke verschärft die soziale Auslese

SPD- Landtagsfraktion gegen Abschaffung der Schuleinzugsbezirke
Rhein-Berg / Düsseldorf (…) "Die von CDU und FDP im Land geplante Abschaffung der Schuleinzugsbezirke führt auch an den Grundschulen in Bergisch Gladbach sowie in den anderen Städten des Kreises zu mehr sozialer Auslese und weniger Chancengleichheit. Nur reiche Eltern können es sich leisten, ihre Kinder täglich in weiter entfernte Stadtteile zu bringen", erklärte die SPD-Landtagsabgeordnete Helene Hammelrath, Vize-Bürgermeisterin der Stadt Bergisch Gladbach. Daher habe die SPD- Landtagsfraktion aktuell in Düsseldorf einen Antrag beschlossen, die Schuleinzugsbezirke in den Kommunen Nordrhein-Westfalens nicht abzuschaffen.

"Die Grundschule muss weiterhin, wie es auch das Grundgesetz vorsieht, eine wohnortnahe Schule für alle Kinder sein. Nur so kann sie ihrem sozialen und integrativen Auftrag gerecht werden", so die Bergisch Gladbacherin. Der unsoziale Kurs der neuen schwarz-gelben Landesregierung führe dazu, dass es künftig gute Schulen für Reiche und schlechte Schulen für Arme geben werde.

Auch zu der Ankündigung der neuen Landesregierung, Rankings zwischen den Schulen zu veröffentlichen, bezog Hammelrath Stellung: "Hier sollen Äpfel mit Birnen verglichen werden. Ein Vergleich zwischen Schulen, die unter sehr verschiedenen, eben nicht vergleichbaren Bedingungen arbeiten, ist unfair und in seinen Auswirkungen verheerend." Es bedeute einen marktradikalen Wettbewerb zwischen Schulen, die mit ihren schwierigen Aufgaben allein gelassen würden.