Politik ohne Fensterreden

Eine der profiliertesten Frauen in der Rhein-Berg-SPD nimmt Abschied von der großen politischen Bühne - ohne Tamtam, ohne große Reden. Helene Hammelrath aber hinterlässt eine fühlbare Lücke: Direkte Ansprechpartner hat die Bergisch Gladbacher Sozialdemokratie in Berlin keine. Und auch im Düsseldorfer Landtag gibt es nun keinen Vertreter aus Bergisch Gladbach mehr. Niemanden, der direkt über Koalitionsverhandlungen aus Sicht der SPD berichten kann, Im Mai 2012 errang Helene Hammelrath das Direktmandat für den Wahlkreis Bergisch Gladbach/Rösrath. Für den Landtag kandierte sie in diesem Jahr nach einer Krebsdiagnose nicht mehr. "Und das fiel mir verdammt schwer", bekennt die gebürtige Bensbergerin. 2016 erkrankte sie an Krebs. Sie machte daraus kein Geheimnis - hängte es aber auch nicht an die große Glocke. "Jeder muss da seinen Weg finden", sagt sie. Und sie müsse auf ihrem nun eben kürzertreten.


Große Show nach der Wasserschlacht

Bensberg. Am Anfang war alles spiegelblank auf der großen Asphaltfläche auf dem Gelände der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) in Frankenforst.

Am Nachmittag hatte ein kräftiger Regenguss alles unter Wasser gesetzt, bevor die Big Band der Bundeswehr zum Sound Check auf der 200 Quadratmeter großen Bühne antrat. War die dicke Regenfront, die sich jedoch schnell verzog, der Grund, weshalb sich nicht mehr Menschen zum Benefizkonzert für den Verein „Hits fürs Hospiz“ aufmachten?

Besuch zum Abschied vom Landtag

Es war ein besonderer Moment, als Helene Hammelrath nach zehn Jahren Amtszeit gestern ihre letzte Schülergruppe als Abgeordnete im Landtag empfing. Da war auf der einen Seite die scheidende Abgeordnete, die viel erlebt und erreicht hat und kein Blatt mehr vor den Mund nehmen muss.

Den Landtag besucht

Bergisch Gladbach (kli). Landtagsabgeordnete Helene Hammelrath erhielt jetzt Besuch im Düsseldorfer Landtag. Eine Gruppe des Wahlbüros der Stadt Bergisch Gladbach, unter Leitung von Frank Bodengesser, wollte sich einen genaueren Blick in die politischen Abläufe verschaffen.

Glühend heißes Friedenssymbol

Odenthal. „Klong, klong, klong . . . “ Im Gleichtakt, fast wie von einem dampfgetriebenen Hammer, erschallen die Schläge in der Kunstschmiede von Karl-Josef Esser. Aber nicht etwa eine Maschine arbeitet mit der Präzision eines Uhrwerks vor der Esse. Drei Schmiede stehen um einen Amboss und lassen ihre schweren Hämmer auf einen fast weiß glühenden Metallnagel niedersausen. Einer der Männer, denen der Schweiß in Strömen über die Gesichter rinnt, ist Alfons Bullermann, Initiator der Aktion „Schmieden für den Frieden“.

Friedensdemo am Amboss

Odenthal - Wenn Karl-Josef Esser von der bevorstehenden Aktion „Schmieden für den Frieden“ erzählt, dann hat der Odenthaler Kunstschmied leuchtende Augen.

Am Samstag, 6. Mai, ist die Aktion von bei ihm von 10 Uhr bis 17 Uhr zu Gast. „Das ist eine ganz besondere Atmosphäre, wenn mehrere Schmiede gleichzeitig an einem Amboss arbeiten“, sagt der Kunstschmied, der den Friedensnagel Nummer 001 der Aktion besitzt.

Gegründet wurde „Schmieden für den Frieden“ 2005 von Alfred Bullermann als Zeichen für den Frieden 60 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa. Damals wurde bei Bullermann zu Hause ein ausrangierter Panzer zerlegt und daraus wurden die ersten Friedensnägel geschmiedet. Auch Bombensplitter wurden schon zu Friedensnägeln verarbeitet. „Schwerter zu Pflugscharen“, das Bibelzitat, das in den 80er-Jahren zum geflügelten Wort der friedensbewegten Menschen wurde, steht als Idee hinter der Aktion.

Grenzenloser Jubel der Sieger

Rhein-Berg. Der bergische Sport ist: erfolgreich, sympathisch, mitreißend. Die große Gala des Kreissportbunds zur Wahl des Sportlers, der Sportlerin und der Mannschaft des Jahres 2016 bot fast zwei Stunden beste Unterhaltung, mit gut aufgelegten Sportlern auf der Bühne, mit begeisternden Showdarbietungen und einem Moderator Wolf-Dieter Poschmann, der charmant und schlagfertig durch den Abend führte. Für Poschmann, bekannt aus dem „ZDF-Sportstudio“, war es die Sportlergala-Premiere.

Landesmutter lud zum Frühstück ein

Bergisch Gladbach. Der große Moment für Inge Lange ist um kurz nach 10 Uhr: Hannelore Kraft, die Landesvorsitzende der NRW-SPD und Ministerpräsidentin, nähert sich ihrem Tisch im Foyer des Bergischen Löwen. Händedruck, Glückwunsch, Zeit für ein paar Takte Smalltalk. Landtagskandidatinnen, SPD-Kreisvorstand und ein Tross von Kameraleuten umlagern die Seniorin.

Inge Lange ist seit 51 Jahren Mitglied der SPD, in Odenthal hat sie lange Jahre im Rat gewirkt. Dafür überreichte ihr die Landesvorsitzende Urkunde und Anstecknadel. "Sie können gerne klatschen", ruft Hannelore Kraft den Umstehenden zu.

Krüger wächst und wächst

Bergisch Gladbach. Nordrhein-Westfalens Wirtschaftsminister Garrelt Duin (SPD) war vor drei Jahren schon einmal zu Besuch im Krüger-Werk im Gewerbegebiet Zinkhütte. Damals besichtigte er eine riesige Baustelle - am Donnerstag besichtigte er die fertige Rösterei und die anderen neuen Produktionsanlagen bei Krüger. "Das ist alles sehr beeindruckend", sagte der Minister. Schließlich könne er es beurteilen, da er sehr viele Unternehmen im ganzen Land besuche.

Rund 80 Millionen Euro hat die Krüger-Gruppe in den vergangenen Jahren in den Aufbau des Kaffeekapsel-Geschäft gesteckt. Und eine neue riesige Baustelle gibt es schon wieder. "Wir sind dabei, das Fundament für unser neue Produktionsanlagen zu bauen", sagte Marc Krüger, Geschäftsführer im Unternehmen und Sohn des Firmengründer Willibert Krüger. Was aber später auf dieses Fundament aufgebaut wird, daraus machte Marc Krüger noch ein Geheimnis: "Wenn alles so klappt, wird es etwas Großes."

Das "Preis-Schild" fehlt

BERGISCH GLADBACH. "Dann hängt auch mal ein Preis-Schild dran", forderte Dr. Christoph Niessen. Was der Vorstandsvorsitzende und Geschäftsführer des Geschäftsbereiches 1 des Landessportbundes NRW meinte: Wer Top-Leistungen von hoch qualifizierten Trainern erwartet, muss diese auch "leistungsgerecht" bezahlen. Viel zu oft würden in Bereichen des Leistungssports Honorartrainer stundenweise und befristet beschäftigt. Dr. Niessen: "Oft wissen diese Trainer an Weihnachten nicht, ob sie im folgenden Jahr noch unter Vertrag stehen."